Wolfpack auch in Tübingen unterlegen

Bei herrlichem, leicht windigen Footballwetter machte sich das Bad Mergentheim Wolfpack am vergangenen Samstag auf die Reise ins schwäbische Tübingen in der Hoffnung, die Heimspielniederlage wenigstens halbwegs wieder wett zu machen. Doch es kam anders. Am Ende musste die Partie mit einem 27:6 noch leicht höher abgegeben werden.

Schon der erste Drive machte deutlich, dass Tübingen mit ihrem aus den USA zurückgekehrten Quarterback deutlich variabler aufgestellt war als in den vorangegangenen Spielen. Freilich dominierte noch immer ihr Laufspiel, doch die eingestreuten Pässe brachten spielentscheidende Wirkung. So gelang dem Tabellenführer nach gewonnenem Angriffsrecht schon im ersten Drive zügiger Raumgewinn und der erste Touchdown (7:0, Extrapunkt gut). Erstmals auf dem Feld gelang es der Wolfpack-Offense trotz einiger guter Szenen nicht, wesentlich in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Das Angriffsrecht musste schließlich mit einem Punt abgegeben werden. Dafür gelang es im nächsten Drive der Gastgeber der Wolfpack-Defense, durch Adam Coronado einen gegnerischen Pass abzufangen und ihn bis an die 23-Yard-Line zu tragen. Ein 14-Yards-Lauf von Runningback Jürgen Weishap brachte das Team nun sogar 9 Yards vor die Endzone. Doch die folgenden Laufspielzüge scheiterten. Auch der Mut zum ausgespielten vierten Versuch wurde nicht belohnt.

Das zweite Quarter begann Tübingen mit einem 50-Yards-Lauf und wenige Spielzüge später brachte ein Kurzpass das 14:0 (Extrapunkt gut). Nachdem die Taubertäler wiederum auf Höhe der Mittellinie punten mussten, legten die Unistädter noch eins drauf und gingen mit 20:0 in Führung (Zweipunkte-Versuch durch Sven Weiner gestoppt).

Der Beginn des dritten Viertels gelang aus Wolfpacksicht famos. Da´Ronte Smith nahm den Kick-Off der Gastgeber in der eigenen Endzone auf, durchbrach die gesamte gegnerische Abwehr und erlief einen 100-Yards-Touchdown (20:6, Extrapunktversuch geblockt). Und in der Tat keimte nun Hoffnung auf Seiten der Wölfe auf. So zwang ihre Defense die Schwaben erstmals zum Punt. Auch die Angriffsformation des Wolfpack schien nun besser in Fahrt zu kommen. Gutes Lauf- und Passspiel brachte das Team schnell an die gegnerische Redzone. Doch hier war wieder Schluss. Ein abschließender Fieldgoalversuch scheiterte.

Nachdem die Wolfpack-Defense die Hausherren wieder zum Punt zwang ging es ins letzte Viertel. Hier gelangen Quarterback Terrence Shambry zwei schöne Pässe auf David Herrick und Niklas Flicker mit ordentlichem Raumgewinn. Er selbst lief weitere 14 Yards bis an die gegnerische 11-Yard-Linie. Und auch dieses Mal scheiterte die Offense am Abschluss, als im dritten Versuch der Gegner einen gefumbleten Ball eroberte. Nach einem weiteren Punt der Red Knights startete das Wolfpack an der eigenen 20-Yard-Linie. Schon der erste Versuch mit einem weiten Pass Shambry´s auf Zachary Patience brachte die Offense an die gegnerische 28. Und schon wieder gelang es der Tübinger Defense, einen von Herrick gefangenen Ball diesem aus den Händen und damit das Angriffsrecht zurückzuerobern. Diesen Drive schlossen die Schwaben dann zum Endstand von 27:6 ab (Extrapunkt gut).

Beide Teams bestätigten damit ihre aktuellen Tabellenplätze. Auf Seiten des Wolfpack werden nun die nächsten beiden Begegnungen gegen die Reutlingen Eagles am kommenden Samstag und gegen die Fellbach Warriors im Heimspiel am 6. Juli darüber entscheiden, ob der Platz im Mittelfeld der Liga gehalten werden kann.

Punkte für das Wolfpack: Da´Ronte Smith (6)

Viertel-Ergebnisse: 7:0 / 13:0 / 0:6 / 7:0 / Final 27:6