Wolfpack-Jugend zu unkonzentriert

Einen rabenschwarzen Tag erwischte die Wolfpack-Jugend U19 beim letzten Heimspiel gegen die mitfavorisierten Leonberg Alligators und musste sich am Ende 9:33 geschlagen geben. Und dennoch steht der Meistertitel greifbar nahe.

Schon der allererste Spielzug der Wolfpack-Offense brachte die ersten gegnerischen Punkte. Ein weiter Pass von Quarterback Luke Herrick wurde an der 40-Yard-Linie abgefangen und als „Pick six“ zum Touchdown für die Gäste getragen (0:7, Extrapunkt gut). Noch beeindruckt von diesem schnellen Rückstand musste auch der nächste Drive des Wolfpack mittels Punt abgegeben werden. Dieser gelang Kicker Loucas Hakenholt hervorragend bis an die gegnerische 3-Yard-Linie. Dadurch konnte die Offense der Gäste schnell unter Druck gesetzt werden und bereits im dritten Spielversuch fing Sven Weiner den gegnerischen Pass ab und trug ihn direkt in die Endzone (6:7). Der anschließende Zweipunkteversuch scheiterte jedoch.

Bis zur Mitte des zweiten Viertels wechselte das Angriffsrecht mehrfach und die Teams schienen sich aufeinander eingestellt zu haben. Nun war es ein weiter 50-Yards-Lauf von Runningback Marius Brennfleck, der das Wolfpack an die gegnerische 7 Yard-Linie brachte. Die folgenden drei Versuche endeten allerdings Inches vor der Goalline, so dass sich Headcoach Felix Taschner für ein Fieldgoal entschied. Loucas Hakenholt verwandelte sicher zur 9:7-Führung. Wer nun hoffte, dass die Kurstädter das Spiel gedreht hatten, sah sich schnell enttäuscht. Bereits im nächsten Drive gelangen den Leonbergern gleich drei ihrer gefürchteten Bigplays schließlich zum Touchdown (9:13, Extrapunkt vergeben).

Nach der Halbzeitpause hoben sich die Angriffsbemühungen beider Teams weitgehend auf, denn zu stark agierten die beiden Defensereihen. Erst gegen Ende des Quarters gelang es den Gästen – wiederum durch weiten Pass – direkt vor die Endzone des Wolfpack zu gelangen und diese im zweiten Versuch zu erreichen (9:19, Extrapunkt vergeben).

Und auch des letzte Viertel begann seitens der Schwaben mit einem Bigplay über 60 Yards, nachdem ihr Receiver nach gelungenem Pass drei Gegenspieler überlaufen konnte (9:26, Extrapunkt gut). Als die Wolfpack-Defense den gegnerischen Quarterback nach zwei Sacks im Griff zu haben schien, schaffte dieser im 4. Versuch bei noch 25 Yards zum Firstdown mit weitem Pass den Befreiungsschlag und wenige Spielzüge später gar den Touchdownpass zum 9:33-Endstand (Extrapunkt gut).

Wie mittlerweile bekannt wurde, wird das Hinspiel in Leonberg wegen Regelverstößen zugunsten des Wolfpack mit 20:0 gewertet. Damit haben es die jungen Wölfe trotz dieser Heimniederlage nun selbst in der Hand, bei noch drei zu spielenden Partien Ende Juli den Meisterpokal in den Händen zu halten. Allerdings müssen aller Voraussicht nach dazu auch drei Siege eingespielt werden, was keineswegs selbstverständlich ist. Das nächste Spiel wird am 9. Juli auswärts in Böblingen ausgetragen.

Die Punkte fürs Wolfpack erzielten: Sven Weiner (6) und Lukas Hakenholt (3).

Viertel-Ergebnisse: 6:7 / 3:6 / 0:6 / 0:14 / Final 9:33