Wolfpack Jugend U19 verliert knapp

Schon auf der Zielgeraden und den Meistertitel sicher in den Händen haltend zu glauben wiederholten sich die Ereignisse vom Vorjahr. Der letzte noch ernstzunehmende Gegner, den man auf dessen Platz sicher im Griff hatte und der in der Tabelle nicht über den dritten Platz hinaus kommen konnte, erwies sich am Samstag nach hartem Fight als Stolperstein: mit 23:28 verlieren die jungen Wölfe gegen die Spielgemeinschaft Ostalb Highlanders/Crailsheim Titans.

Zunächst schien alles nach Plan zu laufen. Jamal Peterson retournierte den Kick Off bis an die Mittellinie und erlief sich auch im ersten Versuch des Spieles 26 Yards Raumgewinn. Der nächste Versuch brachte nach Kurzpass und Lauf über weitere 20 Yards die Wolfpack-Offense unter Quarterback Luke Herrick bis an die gegnerische 4 Yard Linie. Hier allerdings wird der Ball gefumblet und die Gäste gingen in Ballbesitz. Zunächst schien die Wolfpack-Defense den Gegner stoppen zu können, doch dann brachte ein überraschender 80 Yards-Lauf des gegnerischen Runningbacks den ersten Touchdown zum 0:8 (Zweipunkteversuch erfolgreich).

Von diesem frühen Rückstand ließ ich die Wolfpack-Offense jedoch nicht beeindrucken. Schon drei Spielzüge später stand sie wieder an der gegnerischen Goalline. Dieses Mal überlief sie Marius Brennfleck gekonnt zum 7:8 (Extrapunkt Lukas Hakenholt). Spiegelbildlich zum Führungstouchdown schaffte es der körperlich starke Runningback, schon wieder im ersten Versuch über das Feld zu laufen. An der gegnerischen 20-Yard-Linie konnte er zwar gestoppt werden, dafür gelang es ihm im direkt nachfolgenden Versuch, die Goalline zu überwinden (7:16 Zweipunkteversuch erfolgreich).

Im zweiten Viertel musste die Wolfpack-Offense das Angriffsrecht erstmals mit einem Punt abgeben, nachdem ein Touchdownlauf wegen eines Fouls nicht gewertet wurde. Dafür konnte die Wolfpack-Defense jetzt den Gegner an dessen eigener 40-Yard-Linie stoppen. Nach gutem Drive weitgehend mit Laufspiel über Runningback Marius Brennfleck wurde ein weiterer Touchdownpass nicht gewertet. Dafür lief Brennfleck nun über 30 Yards in die Endzone. Der anschließende Zweipunkteversuch durch Leo Werner brachte den Zwischenstand von 15:16, mit dem die Teams in die Halbzeitpause gingen.

Auch zu Beginn des dritten Viertels konnte die Mergentheimer Defense überzeugen und die Gäste nach langem Drive zum Turn-Over-On-Downs (Ballverlust nach vergeblich ausgespieltem vierten Versuch) zwingen. Die Wolfpack-Offense kam dagegen zügig übers Feld, hat jedoch einen abschließenden Fieldgoalversuch vergeben.

Nun musste das vierte Quarter entscheiden. Das erste Ausrufezeichen setzte hier die Wolfpack-Defense, die den Gegnern keinen Raumgewinn zuließ, einen abschließenden Punt blockte und diesen an der gegnerischen 2-Yard-Linie sicherte. Den fälligen Touchdown mit weiteren zwei Punkten erlief sich erneut Marius Brennfleck zur erstmaligen 23:16-Führung. Doch zu früh gefreut: die Spielgemeinschaft antwortete mit wuchtigen Laufspielzügen und schaffte den Anschlusstouchdown zum 23:22. Der Zweipunkteversuch zur Führung konnte gestoppt werden.

Die Gäste mussten nun in Ballbesitz bleiben und versuchten dies mit einem Onsidekick. Diesen konnte das Wolfpack sichern. Bei nur noch wenig verbleibender Spielzeit und der wenn auch knappen Führung schienen die Taubertäler nun das Heft in der Hand zu haben. Doch die Nervosität zwang nach überworfenem Snap zum Punt und gab deshalb den Ball noch einmal an die Gegner. Diese machten kurzen Prozeß. Wieder waren es zwei weite Läufe des gegnerischen Runningbacks, der sein Team so zum Sieg führte (23:28, Zweipunkteversuch gescheitert). Die verbleibende Zeit reichte der Wolfpack-Offense nun nicht mehr zur Ergebniskorrektur.

„Das nötige Quäntchen Glück hat heute eben gefehlt“ meint Vorstand Klaus Volkert, doch gemeinsam mit den Coaches zeigte er sich dennoch zufrieden, haben sich ihre Schützlinge doch einen harten Zweikampf geliefert, viele sehenswerte Aktionen gezeigt und niemals aufgegeben.

Aktuell stehen damit die beiden Gegner sowie die Leonberg Alligators mit 10 Punkten auf den vorderen Plätzen. Für die SG Heidenheim/Crailsheim bedeutet dies jedoch nur eine Ergebniskorrektur, da sie aufgrund des Touchdownverhältnisses und des verlorenen direkten Vergleichs mit Bad Mergentheim den dritten Platz nicht verlassen können. Bad Mergentheim hat selbst bei einer Niederlage am kommenden Samstag in Stuttgart gegen die SG Kornwestheim Cougars/Stuttgart Silver Arrows den zweiten Platz sicher. Eine Option auf den Meistertitel besteht zwar rechnerisch bei noch drei ausstehenden Spielen der Leonberg Alligators. Tatsächlich ist dies äußerst unwahrscheinlich.

Die Punkte fürs Wolfpack erzielten: Marius Brennfleck (20), Leo Werner (2) und Loucas Hakenholt (2)

Viertel-Ergebnisse: 7:16 / 8:0 / 0:0 / 8:12 / Final 23:28