Gegner des Bad Mergentheim Wolfpack in der Oberliga stehen fest

Noch kurz vor Jahresende hat der American Football und Cheerleader Verband Baden-Württemberg (AFCVBW) in seiner Spielausschusssitzung die Einteilung der Footballligen für 2018 festgelegt. Das Bad Mergentheimer Football Team bekommt es in seinem zweiten Jahr in der Oberliga mit zahlreichen bekannten Gegnern zu tun.

Nach zwei souveränen Meisterschaften in der Bezirksliga und der Landesliga war das Bad Mergentheimer American Football Team Wolfpack in 2017 erstmals in der Oberliga angetreten. Allen Befürchtungen zum Trotz konnte sich die Mannschaft nach anfänglichen Schwierigkeiten auch dort gleich ordentlich präsentieren und auf Anhieb den vierten Tabellenplatz erobern. Um ein Haar hätte es gar zum Tabellendritten gereicht, hätten die Stuttgart Silver Arrows nicht wenige Sekunden vor Ende des letzten Saisonspiels den Ausgleich erzielt.

Nach dem Aufstieg der Biberach Beavers in die Regionalliga und dem Abstieg der Böblingen Bears in die Landesliga hatten die Verantwortlichen des Wolfpack mit zwei neuen Teams gerechnet. Doch es kam ganz anders: mit den Mannheim Banditaz, den Albstadt Alligators, den Bempflingen Renegades, den Bruchsal Barocks, den Freudenstadt Foxes und den Leonberg Alligators meldeten sich gleich sechs neue Teams für den Ligabetrieb an. Damit treten erstmals 41 Teams in Baden-Württemberg an, so dass eine grundlegende Reform verbunden mit einer Aufstockung der Ligen notwendig war.

Für das Wolfpack bedeutet dies, dass neben dem direkten Aufsteiger aus der Landesliga, den Neckar Hammers, zusätzlich noch die zweitplatzierten Badener Greifs und die Tabellendritten Backnang Wolverines aufsteigen. Damit wird die Oberliga auf sieben Teams aufgestockt, so dass in der kommenden Saison zwölf Spiele zu spielen sind. Folglich wird die Saison bereits Anfang April beginnen und mindestens bis Ende Juli andauern.

Weiterhin wurde im Verband beschlossen, dass die Oberligaspiele möglichst an Sonntagen auszutragen sind. Diese Regelung war der sinnvollen Einteilung der Schiedsrichter geschuldet. Neu ist zudem, dass künftig zwischen den Vorletzten der höheren Liga und den jeweiligen Zweiten der unteren Liga Relegationsspiele ausgetragen werden. Dadurch soll künftig eine höhere Motivation erreicht werden. Ausgerichtet werden diese Partien Mitte bzw. Ende September.

Christopher Ries, der sportlichen Leiter des Wolfpack, hält die Neuregelungen für äußerst begrüßenswert, insbesondere dass in der kommenden Saison wieder zwölf Spieltage auf dem Programm stehen: „dadurch erhalten unsere Jungs die Gelegenheit, mehr von dem zu zeigen, was sie in der sechsmonatigen Saisonvorbereitung gelernt haben.“ Wolfpack-Headcoach Matze Wagner gibt sich, angesprochen auf seine Erwartungen an die kommende Saison, durchaus gelassen: „Wir werden wie in den letzten Jahren von Spiel zu Spiel denken und uns nicht unter Druck setzen lassen.“ Derweil laufen die Trainingseinheiten bereits auf Hochtouren. Über regen Zulauf kann sich die erfahrene Trainercrew nicht beklagen, denn gerade jetzt im Grundlagentraining bietet sich der beste Einstieg in die immer mehr Jugendliche faszinierende Sportart.