Wolfpack durch die Hammers nicht zu bremsen

Aus der in diesem Jahr weitesten Dienstreise kehrte das Bad Mergentheimer American Football Team Wolfpack am vergangenen Samstag mit einer Erfolgsmeldung zurück. 20:6 stand es am Ende in Villingen-Schwenningen gegen die einstigen Angstgegner Neckar Hammers. „Die Stimmung in unserem Team ist so gut wie noch nie“ so Vorstand Klaus Volkert. Und in er Tat überzeugte das Wolfpack schon mit der Anzahl der Mitreisenden. Erstmals wies das Auswärts-Teamroster die stattliche Spieleranzahl von 41 aus, die von 17 mitgereisten Cheerleadern der Spirit Wolf Girls angefeuert wurden.

Nach gewonnenem erstem Angriffsrecht marschierte die Wolfpack-Offense bei herrlichem Wetter vielversprechend los. Mehrere weite Läufe von Anton Denis und Quarterback Da Ronte Smith brachten zunächst ein First Down nach dem anderen. Dann werteten die Schiedsrichter allerdings einen Fumble zugunsten der Gastgeber, so dass diese in Ballbesitz kamen. Nur wenige Spielzüge später erzwang sich jedoch die gewohnt starke Wolfpack-Defense den Ball zurück. Jetzt ging alles rasend schnell: drei Läufe von Denis, Smith und Samuel Bopp, ein tiefer Pass auf Adam Coronado und schon stand das Wolfpack vor der gegnerischen Endzone. Trotz Bedrängnis durch drei Verteidiger gelang Smith nun der finale Pass auf Coronado zum Touchdown (7:0, Extrapunkt Loucas Hakenholt).

Hammer-Defense auf Seiten des Wolfpack

In der folgenden Spielzeit wechselte das Angriffsrecht mehrmals. Den Start für den nächsten erfolgreichen Drive des Wolfpack setzte Viktor Steinhauer mit einer Interception (abgefangener gegnerische Pass) zu Beginn des zweiten Viertels. Beginnend an der 50-Yard-Line lief David Herrick für 15, Denis für 20 Yards. Den Rest zur Goalline erlief sich Smith selbst zum 13:0 (Extrapunkt vergeben). Wiederum folgte ein heftiger Schlagabtausch mit mehreren Ballwechseln. Als Philipp Fleckenstein durch heftigen Tackle einen Fumble erzwang, den Lucas Riedmair sichern konnte, stand das Wolfpack kurz vor der Halbzeit wenige Yards vor der gegnerischen Endzone. Dieses Mal wollte allerdings weder Pass- noch Laufspiel zum Punkterfolg gelingen.

Aus dieser vergebenen Chance schienen die Schwaben Motivation zu schöpfen, denn im dritten Viertel waren sie kaum wiederzuerkennen. Mit einer No-Huddle-Offense gelang es ihnen nun, rasch Raumgewinn zu erzielen und unter frenetischen Anfeuerungsrufen ihrer Mitspieler und Fans bis nahe an die Wolfpack-Goalline vorzudringen. Doch wieder konnte die Wolfpack-Defense die Oberhand behalten, dieses Mal durch einen von Jürgen Weishap eroberten Fumble. Die Wolfpack-Offense konnte daraus kein Kapital schlagen und musste punten. Den nächsten Angriff schlossen die Hammers mit einem Fieldgoalversuch ab, der aus 35 Yards scheiterte.

Fieldgoalblocking vom Feinsten

Bis ins letzte Quarter wechselten sich die Angriffsversuche ab und beide Teams mussten mehrfach punten. Die Entscheidung leitete ein von Martez Reaves provozierter Fumble ein, den Kevin Marckwardt sichern konnte. Wuchtige Läufe von Denis bereiteten die Chance auf einen 30-Yards-Pass von Smith auf Ferdinand Bornemann vor, den dieser in der gegnerischen Redzone sicher fing. Ein 25-Yard-Pass auf Danny Dorotik brachte schließlich den erneuten Führungsausbau zum 20:0 (Extrapunkt Hakenholt). Wenige Minuten wurden die Gastgeber dann doch noch belohnt. Eine kleine Unachtsamkeit in der Passverteidigung erlaubte den Anschlusstouchdown zum 20:6 (Extrapunkt vergeben). Die Wolfpack-Offense kniete danach ab und brachte so einen wichtigen Auswärtssieg sicher nach Hause.

Nach dieser insgesamt überzeugenden Leistung mit guter Disziplin und offensichtlicher Spielfreude steht das Wolfpack punktgleich an der Tabellenspitze mit den Stuttgart Silver Arrows und den Badener Greifs. Letztere werden der nächste Gegner am kommenden Sonntag sein.

Die Punkte fürs Wolfpack erzielten: Adam Coronado (6), Da Ronte Smith (6), Danny Dorotik (6) und Loucas Hakenholt (2)

Viertel-Ergebnisse: 0:7 / 0:6 / 0:0 / 6:7 / Final 6:20