Luca Schlör auch national erfolgreich

In wenigen Tagen steht in den USA das jährliche Highlight im American Football an, der Superbowl. Dieses größte Einzelsportereignis der Welt strahlt seine Faszination aus, der auch hier im Taubertal immer mehr Jugendliche erliegen.

So ging es auch vor wenigen Jahren dem damals 13-jährigen Luca Schlör aus dem Tauberbischofsheimer Vorort Impfingen. Die beim Football geforderte Mischung aus Kraft, Technik, Kondition, Koordination und taktischer Finesse lockte auch ihn zum nächstgelegenen Verein Bad Mergentheim Wolfpack. Einem Verein, bei dem Jugendarbeit groß geschrieben wird. Immerhin hat er seine Gründung vor 10 Jahren zwei Dutzend Jugendlichen zu verdanken. Und in diesem Bewusstsein wird dort auch heute noch viel Wert auf Jugendarbeit gelegt. Allein im letzten Jahr haben sich 5 aktive Spieler zu C-Trainern im Jugendbereich ausbilden lassen und verstärken so den schon zuvor stattlichen Trainerkader.

Luca gehörte von Anfang an zu den trainingsfleißigsten und verpasste kaum eine Übungseinheit. Aktiv spielte er zunächst im Kader der U17 und konnte auch hier schon im zweiten Jahr 2017 für Aufsehen sorgen. Denn gemeinsam mit Jack Luca Sabic gelang es ihm, sich für den Landeskader der U15 zu qualifizieren, was angesichts der landesweit starken Bewerber durchaus keine Selbstverständlichkeit ist. Dass Luca dort in seinem ersten Jahr von Beginn an in der Starting Offense und im Fieldgoal Special Team gesetzt war überzeugte dann doch selbst skeptische Zeitgenossen.

2018 gelang ihm schließlich ein weiterer Durchbruch: Die Qualifikation als einer der Jüngsten für den Landeskader der U17, auf den der Landesverband AFCVBW in diesem Jahr besonderen Wert legte. Immerhin fanden zahlreiche Tryouts und Ausscheidungstrainings statt, bis endlich der finale Kader stand, der zum Jugendländerturnier nach Oldenburg reisen durfte. Und auch in der höheren Altersklasse gelang es ihm, sich sofort in die Starting-Formation zu spielen.

Noch heute schwärmt Luca von diesem Turnier, von seinen Mitspielern, seinen Auswahltrainern und vor allem von der guten Moral, die dieses Team zusammenschweißte. Schon in der Vorrunde wurden starke Gegner einfach weggefegt: die „Bavarian Warriors“ mit 28:0 und die „Big East“ aus Berlin-Brandenburg mit 20:7. Im Finale ging es dann gegen die bis dahin als unschlagbar geltende „Greenmachine“ aus Nordrhein-Westfalen. Auch hier konnte die Baden-Württemberg-Auswahl, die sich „Lions“ nennt, überzeugen und letztlich mit 35:13 einen grandiosen Sieg feiern. Die Deutsche Meisterschaft unter den Jugendauswahlen war damit seit langem wieder ins Ländle geholt worden.

Die erfolgreichen Baden-Württemberg Lions mit ihren Cheerleaderen

Neben diesem nationalen Erfolg konnte sich Luca auch vereinsintern weiter bewähren. Gleich in seinem ersten Jahr in der U19, in der er mit seiner Mannschaft die Bezirksligameisterschaft erringen konnte, wurde er zum „MVP of the Year“ gekrönt. In der anstehenden Saison 2019 wird er sowohl in der U17 als auch in der U19 des Wolfpack starten. Gefragt nach seinen Zielen gibt er sich freilich bescheiden: „ich möchte weiter von den Jugendcoaches lernen, an mir arbeiten, meine Qualität verbessern und alles für mein Team geben, um an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen.“

Bilder: Erik Jessie